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Monday, 15. January 2018

Aus für Streetwork Villach!

Presseaussendung der Bundesarbeitsgemeinschaft Streetwork/Mobile Jugendarbeit Österreich.

Mobile Jugendarbeit wird Opfer eines Kompetenzstreites zwischen Stadt und Land.

Die drei Villacher Jugendstreetworker DSA Norbert Arbesser, Mag. Roland Ressmann und Mag.a Birgit Kandutsch wurden gekündigt. Somit gibt es ab 1. Juli 2009 keine mobile Jugendbetreuung in Villach mehr.

Das Land Kärnten kürzte die Subventionen für die Villacher Streetworkeinrichtung rückwirkend um die Hälfte der Personalkosten. LR Mag. Ragger will die laut seiner Ansicht zu hohen Verwaltungs- und Betriebskosten nicht mehr übernehmen und forderte die Stadt Villach auf, die Kosten zu tragen. Dies empfindet die Stadt Villach jedoch als nicht adäquat. Ergebnis ist ein Konflikt bzgl. der Finanzierung von Streetwork in Villach zwischen Stadt und Land.

Folge dieser Subventionskürzungen ist, dass Gerald Uhl, der Leiter von Streetwork Villach sich aufgrund der nicht gesicherten Finanzierung gezwungen sah, die drei Streetworker zu kündigen.
Gleichzeitig wurde seitens der Streetworker versucht, Lösungen mit den zuständigen Politikern vom Land Kärnten und der Stadt Villach zu finden.
Die Villacher Jugend übte sich indes in aktionistischen Protest und übergab 2.500 Unterschriften für den Erhalt von Streetwork Villach an Landesrat Ragger und Bürgermeister Manzenreiter.

Seither kursieren in den Kärntner Medien verschiedenste Lösungsvorschläge, die jedoch alle gemein haben, dass sie keine verbindliche Zusicherung der Finanzierung beinhalten.
DSA Bernhard Kuri, Obmann der Bundesarbeitsgemeinschaft Streetwork/Mobile Jugendarbeit Österreich stellt fest: „Als Interessensvertretung der österreichischen Streetworkerinnen und Streetworker wünschen wir uns eine rasche Sicherung der vorläufigen Finanzierung von Streetwork Villach sowie eine baldige Einigung zwischen Stadt Villach und Land Kärnten, im Sinne einer langfristigen Absicherung dieser Einrichtung. Ein derart wichtiges Angebot für Jugendliche, welches Streetwork darstellt, soll und darf nicht Spielball werden, sonder muss ein Anliegen aller Verantwortlichen sein.“

Streetwork Villach betreut seit zwölf Jahren Jugendliche in Villach. Trägerverein der Einrichtung ist die LSB – Netzwerk Jugend- und Sozialbetreuungs GmbH. Die Finanzierung erfolgt durch die Stadt Villach und das Land Kärnten.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Streetwork/Mobile Jugendarbeit ist die einzige bundesweite Vereinigung für Vernetzung und Interessensvertretung der fachlichen MitarbeiterInnen aus den Bereichen der Straßensozialarbeit.

Rückfragen: Bernhard Kuri, Obmann der BAST, Tel.: 0681/10402481, Mail

01.07.2009 14:50 Alter: 9 Jahre