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Monday, 25. September 2017

Tagung: Wir sind Platz. Konfliktbearbeitung im öffentlichen Raum.

Tagung des Friedensbüro Salzburg von 21. bis 23.11.2011.

Im Jahr 2011 feiert das Friedensbüro Salzburg sein 25jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass planen wir die Organisation einer Tagung mit internationaler Beteiligung, die sich mit der Thematik „Konfliktbearbeitung und Gewaltprävention im öffentlichen Raum“ und der Rolle von Friedensarbeit in diesem Kontext beschäftigen wird. Der öffentliche Raum ist naturgemäß ein konfliktträchtiger. Vielmehr als im familiären, betrieblichen, schulischen oderinstitutionellen Kontext werden Konflikte öffentlich ausgetragen und wahrgenommen. Aus diesem Grund stellen siefür Kommunen eine besondere Herausforderung aber auch eine große Chance dar. Konflikte im öffentlichen Raum treten immer multikausal auf. Sie betreffen Generationskonflikte genauso wie Fragenvon Integration oder Verteilung. Sie thematisieren den Umgang mit persönlichen und strukturellen Freiräumen wieauch kommunale Kulturen der Mitbestimmung und Teilhabe. Zudem sind verschiedenste AkteurInnen und Anspruchsgruppen mit Fragen kommunaler Konfliktbearbeitung und Gewaltprävention betraut bzw. von ihnen betroffen. Sozialarbeit, Jugendarbeit, Politik, Verwaltung, Polizei, NGO´streten genauso als Akteure auf wie Anrainer, Jugendliche, Obdachlose, MigrantInnen oder andere Beteiligte. In der alltäglichen Praxis treten die jeweiligen Akteurinnen vielfach vereinzelt, unkoordiniert und ohne Instrumentebzw. Räume für Austausch und Kooperation in Erscheinung. Erst nach ersten Eskalationsschritten werden im positiven Fall gemeinsame Vorgangsweisen thematisiert oder aber auch Reviere abgesteckt und Konkurrenz geschürt. An diesen Fragen setzt kommunale Friedensarbeit an: Sie fragt nach Hintergründen, größeren Zusammenhängen,thematisiert Gewaltkontexte und Machtkonstellationen und zielt auf Kooperation und Nachhaltigkeit. Die öffentliche Tagung im Herbst 2011, die sich an die benannten AkteurInnen richtet, thematisiert die verschiedenenAspekte und Hintergründe von Konflikten im öffentlichen Raum und schafft Räume für die Präsentation voninternationalen Good-Practice Projekten. Sie dient dem Austausch internationaler und kommunaler AkteurInnen undstellt dabei Aspekte von Kooperation und Nachhaltigkeit in den Vordergrund.

Weitere Informationen siehe Anhang.

11.11.2011 21:17 Alter: 6 Jahre